Zahnpflege – aber richtig!

Richtig Zähne putzen: Alles, was Sie über die richtige Zahnpflege wissen müssen

Natürlich putzen Sie Ihre Zähne – morgens und abends, und wenn möglich auch nach dem Essen. Meist nutzen Sie sogar Zahnseide. Aber wenn Sie mit der Zunge über Ihre Zähne fahren, beschleicht Sie das ungute Gefühl, dass sie doch nicht so sauber sind, wie sie sein könnten.

In unserem heutigen Beitrag erklären wir Ihnen, wie Sie bei der Zahnpflege 10 von 10 Punkten erreichen, und was Sie sonst noch für gesunde und gepflegte Zähne tun können.

Zahnpflege

Keine halben Sachen: Warum die richtige Zahnpflege so wichtig ist

Kennen Sie noch Karius und Baktus? Als Kind hat man uns erklärt, dass wir unsere Zähne gründlich putzen müssen, damit die kleinen Männchen mit den großen Hämmern keine Chance haben. Anders ausgedrückt: dass eine gute Mundhygiene gegen Karies und Co. schützt.

Was uns unsere Eltern nicht gesagt haben: Ohne die richtige Zahnpflege werden nicht nur unsere Zähne krank. Bakterien aus dem Mund können über die Blutbahn in den restlichen Körper gelangen und dort etwa Diabetes, Rheuma oder Schlaganfälle und Herzinfarkte begünstigen.

Eine gute Zahnpflege ist also das A und O für unsere allgemeine Gesundheit. Was aber macht eine „gute Zahnpflege“ aus? Dafür sind mehrere Faktoren ausschlaggebend, auf die wir im heutigen Beitrag nach und nach eingehen möchten:

  • die richtige Zahnputztechnik,
  • die optimale Dauer und Häufigkeit,
  • die passenden Hilfsmittel, sowie
  • ganz wichtig: was sonst noch zur richtigen Zahnpflege dazugehört.
Technik

Die richtige Zahnputztechnik: Wie putze ich richtig die Zähne?

Die richtige Zahnputztechnik ist ganz leicht zu erlernen. Vermutlich machen Sie sogar schon intuitiv vieles richtig:

  • Setzen Sie die Zahnbürste in einem 45°-Winkel zur Zahnwurzel am Zahnfleischrand auf.
  • Beginnen Sie mit kleinen rüttelnden Bewegungen und streichen dann mit der Zahnbürste Richtung Kaufläche („von Rot nach Weiß“ – also vom Zahnfleisch zu den Zähnen).
  • Gehen Sie dann zur nächsten Zahngruppe über.
  • Putzen Sie mit mäßigem Druck sowohl die Außenseite, die Innenseite als auch die Kaufläche Ihrer Zähne.
  • Achten Sie dabei insbesondere auf die folgenden Bereiche:
    • Zahnfleischrand
    • Eckzähne
    • Schwer zu erreichende Backenzähne
    • Füllungen
    • Zahnkronen und anderer Zahnersatz

Guter Tipp: Vielen hilft es, wenn sie die Zähne immer in der gleichen Reihenfolge putzen.

  • Fangen Sie beispielsweise am rechten oberen Backenzahn an und putzen Sie zunächst die Außenflächen oben.
  • Putzen Sie dann die Innenflächen an der Gaumenseite.
  • Erst dann putzen Sie die Kauflächen.
  • Gehen Sie im Unterkiefer genauso vor.

Irgendwann gehen diese Abläufe bei Ihnen in Fleisch und Blut über und Sie brauchen gar nicht mehr darüber nachzudenken – wie beim Fahrrad- oder Autofahren.

Dauer

Die richtige Dauer: Wie lange soll ich die Zähne putzen?

Ein Zahnputz-Durchgang sollte circa 2 bis 3 Minuten umfassen. Sie benötigen diese Zeit, um Ihre Zähne ausreichend von Essensresten und bakteriellen Belägen (Plaque) zu reinigen. Am besten, Sie benutzen den Timer Ihres Smartphones oder stellen sich Ihren Wecker.

Nehmen Sie sich Zeit für ein gründliches Zähneputzen, auch wenn es manchmal schwer fällt: Morgens, wenn Sie noch müde sind oder es eilig haben, schnell zur Arbeit zu kommen. Aber auch am Abend, wenn Sie einen langen Tag hinter sich haben. Ihre Zähne werden es Ihnen danken.

Häufigkeit

Die richtige Häufigkeit: Wie oft soll ich meine Zähne putzen?

Putzen Sie mindestens zweimal täglich morgens und abends sowie, nach Möglichkeit, nach den Mahlzeiten Ihre Zähne.

Achtung: Nach dem Verzehr von sauren Lebensmitteln sollten Sie 20 bis 30 Minuten mit dem Zähneputzen warten. Säure macht nämlich den Zahnschmelz vorübergehend weicher. Wenn Sie Ihre Zähne putzen, wenn sich das saure Milieu noch nicht reguliert hat, laufen Sie Gefahr, den Zahnschmelz mit abzuputzen.

Hilfsmittel

Die passenden Hilfsmittel: Was brauche ich, um meine Zähne richtig zu putzen?

Sie benötigen die folgenden Hilfsmittel zur optimalen Zahnpflege:

  • Zahnbürste
    Ihre Zahnbürste sollte möglichst weiche oder mittelharte Kunststoffborsten haben, die am Ende abgerundet sind. Zu harte Borsten erscheinen gründlich, sind aber zugleich auf Dauer meist zu aggressiv zum Zahnschmelz.Der Bürstenkopf sollte möglichst klein sein. So erreichen Sie auch jene Stellen im Mund, die mit einem größeren Bürstenkopf schwerer zugänglich sind. Und können leichter „um die Kurve putzen“.Tipps zur Zahnpflege: Wie putze ich Zähne richtig – mit elektrischer Zahnbürste oder mit der Handzahnbürste?
    Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen eine elektrische Zahnbürste. Die rotierenden Bürstenköpfe reinigen die Zähne gründlich und effektiv. Zudem üben die elektrischen Bürsten in der Regel weniger Druck auf Zähne und Zahnfleisch aus – das Zähneputzen mit elektrischer Zahnbürste ist also schonender.
    Ob elektrische Zahnbürste oder Handzahnbürste – spätestens nach drei Monaten sollten Sie den Bürstenkopf bzw. die Zahnbürste austauschen.
  • Zahnpasta
    Benutzen Sie eine Zahnpasta, die zwischen 10 und 15 Prozent (1000ppm – 1500ppm) Fluorid enthält. Fluorid ist wichtig, da es die Zähne gegen Karies schützt, indem es verhindert, dass die von den Kariesbakterien produzierten Säuren den Zahn schädigen.Achten Sie zusätzlich darauf, dass die Zahnpasta nicht zu viele Schleifstoffe hat, die wertvolle Zahnsubstanz abtragen könnten: der RDA-Wert sollte möglichst niedrig sein (optimal wäre zwischen 30 und 70). Ihre Kinder sollten eine altersgerechte Kinderzahnpasta benutzen (siehe Packungsaufschrift).
  • Zungenreiniger
    Mit einem Zungenreiniger lassen sich bakterielle Beläge von der Zunge entfernen. Sie können Entzündungen im Mundraum auslösen und für Mundgeruch sorgen. Zungenreiniger gibt es sowohl als Schaber als auch als Bürste – oder beides in Kombination.Wer den Zungenreiniger regelmäßig nutzt, schützt seine Zähne vor bakteriellen Entzündungen und hat außerdem einen frischeren Atem.
  • Zahnseide
    Mit Zahnseide lassen sich die ansonsten schwer erreichbaren Zahnzwischenräume effektiv reinigen. Essensreste oder Beläge entfernen Sie, indem Sie die Zahnseide im Zahnzwischenraum hin und her und schließlich hinaus bewegen.Zahnseide gibt es als Sticks oder zum Abschneiden. Wenden Sie diese einmal täglich vor dem Zähneputzen an, am besten am Abend.
  • Interdentalbürste
    Auch Interdentalbürsten (Zahnzwischenraumbürsten) dienen dazu, den Zwischenraum zwischen Ihren Zähnen sauber zu halten. Es gibt sie mit verschiedenen Durchmessern. Je nachdem, wie groß oder klein Ihre Zahnzwischenräume sind, benötigen Sie eine andere Größe.
  • Mundspüllösungen
    Eine Mundspüllösung kann unterstützend wirken, um Bakterien von Zunge, Zähnen und Zahnfleisch zu entfernen und damit Karies & Co. vorzubeugen. Das gilt insbesondere bei freiliegenden Zahnhälsen oder in anderen Fällen, in denen eine zusätzliche Unterstützung bei der Mundhygiene geboten scheint, etwa bei Senioren.Ob eine Mundspüllösung bei Ihnen sinnvoll ist, besprechen wir am besten bei Ihrem nächsten Prophylaxetermin.

Wie sinnvoll sind Zahnpflegekaugummis?
Zahnpflegekaugummis können das Zähneputzen nicht ersetzen, aber eine sinnvolle Ergänzung sein. Vor allem für die Momente, in denen Sie Ihre Zähne nach dem Essen nicht putzen können:

  • Kaugummi-Kauen regt den Speichelfluss an.
  • Unser Speichel remineralisiert unsere Zähne.
  • Er neutralisiert schädliche Säuren, die von Kariesbakterien produziert werden.

Achten Sie darauf, dass es sich um zuckerfreien Kaugummi handelt. Fluoridhaltiger Kaugummi stärkt zusätzlich den Zahnschmelz.

Essen

Wie lange nach dem Zähneputzen nichts essen?

Zahnpasta enthält Putzkörperchen, die den Zahnschmelz lösen und damit weicher machen können. Deshalb empfiehlt es sich, nach dem Zähneputzen mit dem Essen – insbesondere von säurehaltigen Lebensmitteln – 20 bis 30 Minuten zu warten.

Zusätzliches „Problem“: Nach dem Zähneputzen schmecken die Lebensmittel häufig anders. Das liegt an den Aromen in der Zahnpasta (Kräuter, häufig Minze), die für einen frischen Atem sorgen sollen. Es kann bis zu einer Stunde dauern, bis die Lebensmittel wieder „normal“ schmecken.

Prophylaxe

Zähneputzen ist nur der Anfang: Was noch zur richtigen Zahnpflege dazugehört

Richtiges Zähneputzen ist ein Schritt zu einer richtigen Zahnpflege. Aber nur der Erste.

Was brauchen Sie noch für eine „richtige“ Zahnpflege:

  • Prophylaxe
    Kommen Sie zweimal jährlich zur Vorsorge in unsere Praxis. Bei der Prophylaxe sehen wir nach, ob noch alles in Ordnung ist und ob Ihre häusliche Zahnpflege gut funktioniert.
    Sie haben freiliegende Zahnhälse? Eine beginnende Parodontitis? Oder empfindliches Zahnfleisch? Dann erst recht! Ihre besonderen Bedürfnisse in Sachen Zahnpflege besprechen wir am besten persönlich.
  • Professionelle Zahnreinigung
    Mindestens zweimal pro Jahr empfehlen wir eine Professionelle Zahnreinigung in unserer Zahnarztpraxis. Egal wie gut Sie putzen: Es gibt immer Stellen, an die Sie nicht herankommen.
    Wir reinigen Ihre Zähne gründlich und fluoridieren sie. So sind Sie bis zum nächsten Termin optimal geschützt.
  • Zahngesunde Ernährung
    Keine Angst: Sie müssen nicht ganz auf Zucker verzichten! Wir alle wissen: Manchmal muss etwas Süßes einfach sein. Wenn es so ist, achten Sie darauf, dass Sie lieber eine größere Portion auf einmal essen statt mehrere kleine. So setzen Sie Ihre Zähne nicht immer wieder dem Zucker aus. Und putzen Sie sich möglichst danach die Zähne.

„Richtige Zahnpflege beginnt mit der richtigen Beratung. Wir beantworten Ihnen gerne alle Fragen zu Mundhygiene und Prophylaxe.“

– Dr. Luisa Euchner

Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin für ein persönliches Gespräch in ihrer Praxis Zahngesundheit Baden-Baden.

Aktuelle Informationen
24.11.2021 15:00 Aktuelle Hinweise zu Ihrem Zahnarztbesuch

Liebe Patientinnen und Patienten, 

seit dem 24.11.21 gelten die neuen Regelungen des Infektionsschutzgesetzes (IfSG).

Bitte beachten Sie die aktuellen Hinweise zu Ihrem Zahnarztbesuch:

  • Zahnärztliche Behandlung weiter unabhängig von 3G
    Als Patient / Patientin benötigen Sie weiterhin keinen Impf-, Genesen- oder Test-Nachweis, um zahnmedizinisch behandelt zu werden. Zur Einschätzung der Gefährdungslage dürfen wir Sie jedoch nach Ihrem Impf- und Teststatus fragen und ihn dokumentieren. Bitte tragen Sie zu Ihrem und unserem Schutz eine FFP2-Maske. Bei grippeähnlichen Symptomen informieren Sie uns bitte vor Ihrem Besuch.
  • 3G-Nachweis für Begleitpersonen
    Begleitpersonen (Eltern, Freunde) dürfen die Praxis nur mit einem gültigen 3G-Nachweis betreten (geimpft, genesen, getestet). Besucher benötigen einen aktuellen Testnachweis. Zulässige Tests sind PCR-Tests, PoC-Antigen-Tests und Selbsttests.Bitte beachten Sie: Begleitpersonen und Besucher sind gesetzlich dazu verpflichtet, einen Nachweis über den Impf-, Genesen- oder Teststatus (24 Stunden alt) auf Verlangen vorzulegen.
  • Praxispersonal und Zahnärzte werden regelmäßig getestet
    Wir testen uns regelmäßig und dokumentieren dies für das Gesundheitsamt. Zusätzlich gelten in der Praxis ohnehin sehr hohe Hygienestandards. Sie sind bei Ihrem Besuch bestens geschützt.

Haben Sie Fragen?

Wir sind gerne für Sie da. Rufen Sie uns an unter 07221 969700.

Vielen Dank für Ihr Verständnis

 


07.09.2020 18:00 ❗️ Warum ein gesunder Mund gerade jetzt wichtig ist ❗️

Liebe Patientinnen und Patienten,

nehmen Sie Ihren Zahnarztbesuch wahr. Gerade jetzt ist ein gesunder Mund wichtig. Gerne erklären wir Ihnen, warum.

  • Eine gesunde Mundhöhle wirkt als erste Barriere gegen Erreger und Bakterien, die Erkrankungen und Infektionen verursachen – dazu zählt auch Covid-19.
  • Wissenschaftler vermuten einen Zusammenhang zwischen einer schlechten Mundgesundheit und einem schweren Verlauf von Covid-19.
  • Mithilfe einer guten Mundhygiene reduzieren Sie die Bakterienzahl und senken das Risiko für Entzündungen wie Parodontitis, der chronischen Entzündung des Zahnbetts.
  • Zu den Hauptrisiken für einen schweren Covid-19-Verlauf zählen Vorerkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck und Herz- und Kreislauferkrankungen. Alle drei stehen in Zusammenhang mit der Parodontitis.
  • Parodontitis belastet zudem das Immunsystem. Stimmt die Mundhygiene, hat das Immunsystem mehr Kapazitäten, um uns vor Erregern und Viren zu schützen. Gefährliche Wechselwirkungen bleiben aus.

In unserer Praxis kümmern sich unter anderem Dentalhygienikerinnen um die Zahnvorsorge. Sie wissen so viel über gesunde Zähne wie der Zahnarzt. Gemeinsam ermitteln sie Ihr individuelles Gesundheitsrisiko und erstellen einen passenden Behandlungsplan.

✅ Wir sind für Sie da! Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie Ihre nächste Vorsorgeuntersuchung. Sie erreichen uns unter: ☎️ Tel.: 07221 969700

Oder möchten Sie lieber per Video mit einem unserer Zahnärzte sprechen? ? Melden Sie sich zu unserer VIDEOBERATUNG  an.

Bleiben Sie gesund!


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